Skip to content

Sperrmüll in Wien richtig entsorgen: Regeln, Kosten und Tipps

Ein alter Schrank, zwei Matratzen und der halbe Inhalt eines Kellerabteils stehen im Vorzimmer, und die Frage ist jedes Mal dieselbe. Wohin damit?

Die Sperrmüllentsorgung in Wien läuft nach klaren Regeln, festen Tarifen und ein paar Feinheiten, die kaum jemand vorher nachliest. Genau diese Feinheiten entscheiden darüber, ob Sie mit einer Fuhre durchkommen oder viermal fahren.

Wir räumen in Wien seit Jahren Wohnungen, Keller und Dachböden aus. Die teuersten Momente entstehen fast nie beim Entsorgen selbst. Sie entstehen vorher, bei falschen Annahmen über Menge, Termin und Zuständigkeit.

Was in Wien als Sperrmüll durchgeht

Sperrmüll sind sperrige Gegenstände aus dem Haushalt, die nicht in die Restmülltonne passen. Kästen, Matratzen, Teppiche, Sessel, alte Koffer und Skier fallen darunter.

Nicht dazu zählen Problemstoffe wie Farben, Lacke oder Batterien, die über die Problemstoffsammelstelle laufen. Elektrogeräte haben eine eigene Sammelschiene, Bauschutt ebenfalls. Gipsplatten nehmen die Wiener Mistplätze mittlerweile gar nicht mehr an, dafür ist der Standort Rinter in der Percostraße zuständig, und dort kostet die Abgabe.

Diese Unterscheidung wirkt nach Amtsdeutsch, hat aber einen sehr praktischen Effekt. Wer eine gemischte Ladung anliefert, in der Bauschutt zwischen Möbeln liegt, riskiert, dass die gesamte Fuhre zurückgewiesen wird. Wer vorher sauber vorsortiert, umgeht dieses Risiko komplett, und eine brauchbare Reihenfolge dafür steht in unserer Anleitung zum Keller entrümpeln.

Am Mistplatz zahlen Sie nichts, dafür gilt eine harte Mengengrenze

Für in Wien gemeldete Privathaushalte ist die Abgabe am Mistplatz kostenlos. Die Stadt Wien begrenzt das allerdings deutlich.

Erlaubt ist laut den Annahmebestimmungen der Mistplätze grundsätzlich ein Kubikmeter pro Anlieferung, dazu eine einzige Mistplatz-Einfahrt pro Tag und Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen. Teilabladungen sind nicht gestattet, und auch das Umgehen der Mengenregel, etwa durch Abstellen vor dem Platz und schrittweises Hineintragen, ist ausdrücklich untersagt. 

Wer zu Fuß oder mit dem Lastenrad kommt, darf mehrmals täglich abgeben, solange die Gesamtmenge unter einem Kubikmeter bleibt.

Ein Kubikmeter klingt nach viel. In Wirklichkeit entspricht das ungefähr einem randvoll beladenen Kombi mit umgelegter Rückbank. Eine gewöhnliche Dreisitzcouch füllt dieses Volumen im nicht zerlegten Zustand praktisch allein.

Noch brauchbare Sachen gehören übrigens nicht in den Container, sondern in die 48er-Tandler-Box, die es an vielen Standorten gibt. Sagen Sie das dem Personal aktiv dazu, sonst landet der gut erhaltene Sessel in der Verwertung.

Sobald eine Räumung ansteht, ist der Mistplatz dann systematisch die falsche Adresse. 

Größere Mengen nicht gefährlicher Abfälle nimmt die Stadt am Standort Rinter entgegen, dort allerdings kostenpflichtig nach Tarif. Bei zehn Kubikmetern reden wir von zehn Tagen mit je einer Einfahrt, und das erledigt niemand nebenbei, weshalb bei ganzen Objekten die Wohnungsentrümpelung in Wien der realistischere Weg ist.

Sperrmüllentsorgung in Wien über die MA 48 und was sie kostet

Die MA 48 stellt gegen Entgelt Fahrzeug und Personal bereit und holt direkt aus Keller, Wohnung, Innenhof oder Dachboden ab. Die Tarife sind öffentlich und verständlich gestaffelt.

Was mit dem Ladekran aufgenommen werden kann, kostet laut Tarifübersicht der MA 48 57 Euro pro Kubikmeter. Für Hof, Keller und alles bis zum ersten Stock sind es 65 Euro pro Kubikmeter, und für jedes weitere Stockwerk kommen 5 Euro pro Kubikmeter dazu, sofern kein Lift benutzt werden kann. Eine temporäre Halteverbotszone schlägt mit 58 Euro zu Buche.

Elektrogroßgeräte über 50 Zentimeter Kantenlänge kosten 31 Euro, Bildschirmgeräte 15 Euro pro Stück, Kühlgeräte je nach Gewicht 31 oder 62 Euro. Über 70 Kilogramm wird ein Kühlgerät gar nicht mehr abgeholt.

Der Termin liegt beim Entrümpelungsdienst der MA 48 zwischen 6 und 14 Werktagen nach Bestellung, abhängig davon, ob ein Halteverbot eingerichtet werden muss. Terminvereinbarungen laufen Montag bis Freitag von 8 bis 12 Uhr unter +43 1 4000-48898.

Wie sich das summiert, zeigt eine durchschnittliche Dreizimmerwohnung mit zwölf Kubikmetern Hausrat im vierten Stock ohne Lift. Der Grundtarif von 65 Euro erhöht sich um dreimal 5 Euro auf 80 Euro pro Kubikmeter, macht 960 Euro. Dazu die Halteverbotszone mit 58 Euro, ein Kühlschrank mit 31 Euro und ein alter Fernseher mit 15 Euro.

Sie landen bei rund 1.064 Euro, und dabei haben Sie noch keinen einzigen Kasten selbst hinuntergetragen. Genau an diesem Punkt lohnt sich der Vergleich mit einem Komplettangebot, wie Sie es in unserem Ratgeber zu Entrümpelung Kosten nachrechnen können.

Warum das Volumen fast immer zu niedrig geschätzt wird

Die meisten Menschen schätzen ihren Hausrat um 30 bis 50 Prozent zu klein. Das hat einen nachvollziehbaren Grund. Wir sehen Möbel im aufgestellten Zustand und denken in Stellfläche, verrechnet wird aber Rauminhalt. Ein Kleiderkasten von zwei Metern Höhe, 1,8 Metern Breite und 60 Zentimetern Tiefe ergibt allein über zwei Kubikmeter.

Dazu kommt ein Detail im Tarif, das viele übersehen. Bei Sperrgut, das in Kästen gelagert ist, wird die Kubatur im nicht demontierten Zustand ermittelt, und Demontageleistungen werden gesondert verrechnet. Wer selbst zerlegt und die Teile flach stapelt, zahlt also spürbar weniger als jemand, der den Kasten stehen lässt.

Bei besonders schweren Objekten wie einem Tresor oder einem Klavier hilft ohnehin weder Mistplatz noch Sperrmüllabfuhr weiter, dafür braucht es einen Spezialisten. Ähnliche Volumenfallen beschreiben wir in unserem Beitrag zur Dachboden Entrümpelung in Wien, wo Dachschrägen und enge Stiegen die Kalkulation zusätzlich verschieben.

Die Fehler, die bei der Sperrmüllentsorgung in Wien am meisten kosten

Der Klassiker ist das Vorstapeln im Stiegenhaus. Sobald Sperrmüll Tage vor dem Termin im Gang oder im Hof steht, blockiert er Fluchtwege, und die Hausverwaltung reagiert in Wien meist rasch und unfreundlich.

Fast ebenso häufig passiert die Leerfahrt. Ist zum vereinbarten Termin niemand vor Ort, verrechnet die MA 48 eine Anfahrtspauschale in Höhe eines Kubikmeters, also 65 Euro, für nichts.

Ein dritter Punkt betrifft Zugezogene aus Deutschland. In Wien gibt es keine turnusmäßige Sperrmüllsammlung an der Straße. Was neben einem Altstoffcontainer abgestellt wird, gilt als illegale Ablagerung und wird als Verwaltungsübertretung behandelt.

Und schließlich unterschätzen viele die Vorlaufzeit. Wer die Wohnungsübergabe für Ende August fixiert hat, sollte den Abholtermin nicht Mitte August anfragen. Bei einer Kellerentrümpelung in Wien mit engem Abgang kommt zusätzlich Tragezeit dazu, die in keinem Tarif steht.

Wann eine Firma günstiger ist als der eigene Aufwand

Solange Sie einzelne Stücke loswerden wollen und ein Auto zur Verfügung haben, ist der Mistplatz unschlagbar. Ab etwa fünf Kubikmetern, bei fehlendem Lift, bei Zeitdruck vor einer Übergabe oder wenn Wertgegenstände und Dokumente im Bestand liegen, kippt die Rechnung.

Ein professioneller Ablauf bündelt Sichtung, Demontage, Abtransport und Reinigung an einem Tag, und Sie tragen selbst nichts. Bei uns läuft die Sperrmüllentsorgung in Wien nach Besichtigung und Fixpreis, damit Sie vorher wissen, woran Sie sind.

Wer mehrere Angebote vergleicht, sollte auf Entsorgungsnachweise und klare Kubaturangaben achten. Worauf es dabei sonst noch ankommt, steht in unserem Beitrag zum Thema seriöse Entrümpelungsfirma finden.

Sie haben Sperrmüll in Wien, der weg muss, und wollen nicht zehnmal zum Mistplatz fahren? Schicken Sie uns ein paar Fotos oder rufen Sie an. Wir schauen uns die Situation an, nennen Ihnen einen Fixpreis ohne Überraschungen und holen den Sperrmüll zum Wunschtermin ab, auch kurzfristig. Jetzt unverbindlich anfragen und den Termin sichern, bevor die Übergabefrist drückt.